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Historischer Blog:
Alltag und Frauenleben in der Schweiz im 19. Jahrhundert
Geschichten, Quellen und Lebenswelten des 19. Jahrhunderts zwischen Roman, Familiengeschichte und historischer Recherche.
Historische Hintergründe zu Uri, Glarus und der Schweiz


Ungetaufte Kinder – warum die Taufe so wichtig war
Beim Prozess gegen Marianne Hauser von Näfels wirkte ein Umstand strafverschärfend: Sie soll ihr neugeborenes Kind getötet haben, ohne es zuvor taufen zu lassen. Warum wog das so schwer? Nach dem damaligen katholischen Glauben war die Taufe entscheidend für das Seelenheil eines Menschen.

Eva-Maria Müller
vor 6 Tagen4 Min. Lesezeit


Was ist die Aussegnung?
Die Aussegnung wurde auch Muttersegen genannt. Dieser Brauch war im 19. Jahrhundert in ländlichen Gegenden in der Schweiz stark verwurzelt. Schon im Alten Testament bestand die Vorstellung, dass eine Frau durch Schwangerschaft und Entbindung "unrein" wurde. Durch das Ritual der Aussegnung wurde sie "rein" und durfte wieder am Gottesdienst teilnehmen und zur Kommunion gehen.

Eva-Maria Müller
1. Okt.3 Min. Lesezeit


Wie Johann Heinrich Pestalozzi das System der Sittenjustiz anklagte
Mehr als vier Jahrzehnte vor Marianne Hausers Hinrichtung hatte kein Geringerer als der grosse Schweizer Bildungsreformer, Johann Heinrich Pestalozzi, die moralische Heuchelei seiner Zeit bereits messerscharf seziert. In seiner revolutionären Schrift Über Gesetzgebung und Kindermord von 1783 weigerte er sich, ledige Mütter als kaltblütige Täterinnen zu sehen

Eva-Maria Müller
24. Sept.4 Min. Lesezeit


Hinrichtung der Marianne Hauser von Näfels als Kindsmörderin 1827
Am 10. Dezember 1827 fand die Hinrichtung der Marianne Hauser statt. Die Zeremonie begann feierlich im "Spielhof", dem ehemaligen Rathaus in Glarus, wo Marianne vorgeführt wurde. Der Landschreiber verlas das "Criminal-Urtheil". Dann brach der Landammann einen schwarzen Stab vor den Augen der Verurteilten und warf ihr die Teile vor die Füsse.

Eva-Maria Müller
17. Sept.4 Min. Lesezeit


Der Kindesmord von Näfels im 19. Jahrhundert
Wegen Kindesmords wurde Marianne Hauser 1827 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Wie es dazu kam. Auszüge aus den Prozessakten.

Eva-Maria Müller
10. Sept.6 Min. Lesezeit


Wie Preussens Machtpolitik 1860 Uri erreichte: Urner Holz für Preussische Gewehre
1860 suchte die Preussische Armee in Uri nach Nussbaumholz für ihre Zündnadelgewehre. Die Aufrüstung hatte Auswirkungen auf die Schweizer Wälder.

Eva-Maria Müller
3. Sept.4 Min. Lesezeit


Alpinismus in Uri - Die ersten Bergführer vom Isenthal
Als der Alpinismus entstand: Die Naturforscher benötigten Führer, die das Gelände kannten, in einer Zeit, als es weder Karten noch Wanderwege gab.

Eva-Maria Müller
27. Aug.5 Min. Lesezeit


Als Naturforscher das Isenthal entdeckten - die Anfänge des Alpinismus am Uri Rotstock
Im 19. Jahrhundert veränderte sich der Blick auf die Alpen allmählich. Sie waren nun nicht mehr nur eine Grenze zwischen Norden und Süden, sondern wurden im Kanton Uri erstmals als Reiseziel für Naturforscher und Abenteuerlustige entdeckt. Das Isenthal in Uri war in der Zeit abgelegen und unbekannt.

Eva-Maria Müller
20. Aug.3 Min. Lesezeit


Frauen unterschreiben: Ein unerwarteter Fund in den Gerichtsakten
Frauen unterschreiben Prozessakten: Obwohl Frauen im Uri der 1870er Jahre weder wählen noch abstimmen durften und verheiratete Frauen rechtlich ihrem Ehemann unterstanden, waren sie keineswegs unsichtbar. Es gab besondere Umstände, wo sie sich für ihre Rechte einsetzen konnten.

Eva-Maria Müller
13. Aug.2 Min. Lesezeit


Gruonbach-Hochwasser in Flüelen: Wie der Bau der Axenstrasse im 19. Jahrhundert eine Existenz zerstörte
Zehn Jahre lang kämpften die Grundeigentümer am Gruonbach in Flüelen gegen eine Brückenkonstruktion, die sie für gefährlich hielten. Sie verloren den Prozess gegen den Kanton Uri, mussten sogar die Gerichtskosten tragen. Wenige Jahre später trat genau das ein, wovor sie gewarnt hatten: Der Gruonbach zerstörte ein Haus und ein Sägewerk und damit eine Existenz.

Eva-Maria Müller
6. Aug.5 Min. Lesezeit


Frauenerwerbsarbeit im 19. Jahrhundert: in Glarus mussten die Frauen in die Fabrik
Konnten viele Frauen im Kanton Uri ausser Haus eher selten arbeiten, war im Kanton Glarus das Gegenteil der Fall. Frauenerwerbsarbeit war im 19. Jahrhundert weit verbreitet, weil die Löhne der Männer so niedrig waren, dass die ganze Familie zum Unterhalt beitragen musste. Das heisst, auch Frauen und Kinder arbeiteten in der Fabrik.

Eva-Maria Müller
30. Juli4 Min. Lesezeit


Frauenalltag im 19. Jahrhundert: Als Feuer machen noch eine Kunst war
Der Frauenalltag begann im 19. Jahrhundert mit dem Feuer machen. Die Erfindung des Streichholzes brachte eine riesige Erleichterung für die Frauen.

Eva-Maria Müller
23. Juli3 Min. Lesezeit


Frauenarbeit im 19. Jahrhundert: Warum berufstätige Frauen in Uri kaum sichtbar sind
Wer alte Statistiken durchsieht, könnte leicht meinen, Frauen hätten im 19. Jahrhundert kaum für Lohn gearbeitet. Tatsächlich war das Gegenteil der Fall. Ob im Haushalt, auf dem Feld, in Werkstätten oder in kleinen Geschäften – Frauen trugen wesentlich zum Einkommen ihrer Familien bei. Weil sie jedoch rechtlich bevogtet waren und ihre Arbeit selten offiziell erfasst wurde, sind viele ihrer Leistungen heute fast vergessen. Während meiner Recherchen für meine historischen Roman

Eva-Maria Müller
16. Juli5 Min. Lesezeit


Säuglingspflege im 19. Jahrhundert - Wie wurden Babys versorgt?
In Uri und Glarus standen Mütter vor riesigen Herausforderungen. Es gab damals weder Babynahrung noch Babyphon. Oft allein, in abgelegenen Heimet, mussten die Frauen für ihre Kinder sorgen. Die Säuglingspflege war aufwendig. Wie schafften sie das?

Eva-Maria Müller
9. Juli5 Min. Lesezeit


Was sind Sporteln?
Sporteln waren im 19. Jahrhundert ein verbreitetes Vergütungssystem für Beamte und beamtenähnliche Berufsgruppen wie Gemeindeschreiber, Richter, Weibel oder Läufer. Auch der Pfarrer und die Hebamme gehörte zu den Empfängern.

Eva-Maria Müller
2. Juli2 Min. Lesezeit


Wie arbeiteten Hebammen in Uri und Glarus im 19. Jahrhundert?
Die Hebamme war für die Frauen die wichtigste Bezugsperson. Oft war sie die einzig medizinisch geschulte Person in einem Dorf. Zugleich war sie Amtsperson und den Behörden gegenüber verpflichtet.

Eva-Maria Müller
24. Juni5 Min. Lesezeit


Wie war das Erbrecht für Frauen in Uri im 19. Jahrhundert geregelt?
Im 19. Jahrhundert waren die Witwen kaum erbberechtigt. Trotzdem konnte meine Urgrossmutter ihr Hotel weiterführen. Sie konnte es als so genanntes "Leibgeding" nutzen.

Eva-Maria Müller
18. Juni5 Min. Lesezeit


Was ist ein Vogt?
Seit dem Mittelalter und bis ins 19. Jahrhundert bezeichnete man mit 'Vogt' einen Schutzbeamten für ein bestimmtes Territorium. Seine Aufgabe bestand darin, das Land zu schützen und so zu vertreten, dass dieses dadurch abhängig war. Er war für Ordnung, Verwaltung und teilweise auch für das Einziehen von Abgaben zuständig.
Mit 'Vogt' bezeichnete man in Uri und Glarus zudem die Schutzgewalt des Ehemannes und Vormundes. Der Vogt gehörte darum auch ins Familienrecht.

Eva-Maria Müller
10. Juni3 Min. Lesezeit
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